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Das Immunsystem von Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten ist weniger leistungsfähig als bei Gesunden, weil das T- oder B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom funktionslose Abwehrzellen produziert. Eine erhöhte Anfälligkeit, an normalerweise banalen Infektionen schwerer zu erkranken ist für Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten deshalb typisch.

Auch banale Infektionen müssen deshalb unverzüglich mit Antibiotika behandelt werden. Folgende Krankheitszeichen machen einen sofortigen Arztbesuch erforderlich:

  • Fieber über 38 Grad Celsius
  • Schüttelfrost mit und ohne Fieber
  • Durchfälle, die länger als 24 Stunden andauern
  • Husten, Schmerzen beim Atmen, Atemnot
  • Nasenbluten, Bluterbrechen, schwarz gefärbter Stuhl
  • Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen in der Nierengegend
  • Beläge auf den Schleimhäuten, Schluckbeschwerden, Halsentzündungen

Vorbeugende Maßnahmen

Ausreichender Schlaf, eine gesunde Ernährung und - soweit möglich - zweimal täglich ein Spaziergang (nur bei trockenem Wetter): Das sind die drei Säulen, auf denen die Gesundheit ruht.

Zusätzlich sollten Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten ganz konkrete Verhaltenshinweise beachten, um Infektionen zu vermeiden. Ein Risiko stellen Nahrungsmittel dar, die nicht sterilisiert sind. Für den Speiseplan sind deshalb folgende Regeln zu beachten:

  • Keine rohen oder nur weich gekochten Eier, keine Spiegeleier; kein Tiramisu; keine Speisen mit Eischnee
  • Keine Rohmilch oder Rohmilchprodukte (Rohmilchkäse)
  • Alle Speisen mindestens 10 Minuten lang bei mindestens 60 Grad Celsius kochen
  • Angebrochene Lebensmittel aufbrauchen oder den Rest wegwerfen
  • Eiscreme nur aus der Tiefkühltruhe; Softeis enthält häufig Krankheitserreger

Auf Biotonne verzichten

Schimmelpilze können als Krankheitserreger in der Atemluft vorkommen. Sie verbreiten sich überall dort, wo Lebensmittel oder anderes organisches Material "verschimmeln" kann. Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten sollten deshalb auf die Benutzung von Biotonnen verzichten, auch der Komposthaufen im Garten ist tabu. Im Schlafzimmer sollten darüber hinaus keine Topfpflanzen stehen, in der übrigen Wohnung sind Hydrokulturen gegenüber Blumenerde zu bevorzugen.

Im ganz normalen Alltagsleben lauern darüber hinaus Infektionsgefahren immer dort, wo viele Menschen sich versammeln. Auf Rolltreppenhandläufen in Kaufhäusern, auf Kino- und Theatersesseln, auf Haltegriffen in Bussen und Straßenbahnen und auch in der Atemluft dieser geschlossenen Räume tummeln sich alle möglichen Krankheitserreger. Ein gesundes Immunsystem wird damit spielend fertig, aber eben nicht das eines Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten.

 

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